Richtig gesagt – trotzdem kein Verkauf
Ihr Mitarbeiter hat alles richtig gesagt.
Die Argumente waren sauber.
Die Zahlen stimmten.
Die Präsentation war logisch aufgebaut.
Und trotzdem hat der Kunde nicht gekauft.
Das sorgt oft für Ratlosigkeit. Denn objektiv betrachtet war doch alles korrekt.
Das Problem ist nur:
Menschen kaufen nicht, weil etwas richtig ist. Sie kaufen, weil es sich richtig anfühlt.
Warum Logik allein keine Entscheidungen auslöst
In Verkaufsgesprächen, Pitches oder Präsentationen wird häufig auf Fakten gesetzt:
Produktmerkmale, Vorteile, Preisargumente, Prozesse.
All das ist wichtig.
Aber es ist nicht entscheidend. Entscheidungen werden emotional getroffen und rational begründet.
Wenn die emotionale Ebene nicht erreicht wird, helfen auch die besten Argumente nichts.
Ein Kunde denkt nicht: „Das ist logisch, also kaufe ich.“
Er denkt: „Das fühlt sich stimmig an. Dem vertraue ich.“
Wirkung schlägt Inhalt
Wirkung entsteht nicht durch das Was, sondern durch das Wie.
Durch Haltung, Präsenz, Stimme, Klarheit und innere Sicherheit.
Ein Satz kann inhaltlich perfekt sein und trotzdem wirkungslos bleiben, wenn er ohne Überzeugung, ohne Ruhe oder ohne Präsenz gesprochen wird.
Der Kunde spürt unbewusst:
- Steht diese Person wirklich hinter dem, was sie sagt?
- Ist sie souverän oder bemüht?
- Spricht sie aus Klarheit oder aus Druck heraus?
Diese Signale entscheiden, oft innerhalb weniger Sekunden.
Warum viele Pitches scheitern, obwohl sie korrekt sind
Häufige Ursachen sind nicht fachlich, sondern kommunikativ:
- Zu viel erklären, statt Orientierung zu geben
- Zu schnell sprechen, statt Wirkung entstehen zu lassen
- Zu sehr überzeugen wollen, statt Vertrauen aufzubauen
- Zu stark auf Argumente fokussieren, statt auf Beziehung
Der Kunde fühlt sich informiert, aber nicht abgeholt. Er versteht das Angebot, aber spürt keine Verbindung.
Und ohne Verbindung gibt es keine Entscheidung.
Was wirklich verkauft
Verkauf beginnt nicht beim Produkt, sondern bei der Person.
Menschen kaufen von Menschen, denen sie Kompetenz
und Sicherheit zutrauen.
Das entsteht durch:
- klare Sprache
- ruhige Präsenz
- eine Haltung, die nicht überzeugen muss
- echte Aufmerksamkeit für das Gegenüber
Wer Wirkung erzeugt, muss nicht drücken. Er lädt ein.
Fazit
Wenn ein Kunde nicht kauft, obwohl alles richtig gesagt wurde, iegt das Problem selten im Pitch.
Es liegt in der Wirkung.
Denn Menschen kaufen nicht, weil etwas logisch ist.
Sie kaufen, weil es sich stimmig, sicher und vertrauenswürdig anfühlt.
Und genau diese Wirkung ist trainierbar.

Sprechen mit Wirkung – wie Sie Ihre Stimme kraftvoll und präsent einsetzen
Viele Menschen sprechen zu leise, ohne es zu merken.
Sie glauben, sie seien deutlich, doch ihr Umfeld bittet sie ständig, Dinge zu wiederholen.
Das Problem liegt selten an mangelnder Lautstärke allein, sondern an Gewohnheit, Körperhaltung und Atmung.
Wer überzeugend wirken will, braucht eine Stimme, die trägt, nicht laut, sondern klar, stabil und souverän.
Hier sind einfache Schritte, wie Sie lernen, mit mehr Volumen und Ausdruck zu sprechen, ohne sich zu verstellen.
1. Wahrnehmen, wie laut Sie wirklich sprechen
Die meisten, die leise sprechen, empfinden ihre eigene Lautstärke als normal. Unser Gehör und Körper sind an einen bestimmten Pegel gewöhnt.
Was für andere zu leise klingt, fühlt sich für uns selbst richtig an.
Tipp:
Nehmen Sie sich auf, wenn Sie sprechen, z. B. am Telefon oder beim Üben. Hören Sie sich an, wie weit Ihre Stimme tatsächlich trägt.
Oft merken Sie erst dann, dass „normal“ in Wahrheit „zu leise“ ist.
2. Der 1-bis-10-Lautstärke-Test
Eine einfache Übung, um Ihre Stimme zu trainieren:
Sagen Sie laut die Zahlen von
eins bis zehn,
und steigern Sie bei jeder Zahl bewusst die Lautstärke.
1 … 2 … 3 … 4 … 5 … 6 … 7 … 8 … 9 … 10
Viele stellen dabei fest: Zwischen „1“ und „10“ gibt es kaum Unterschied.
Das Ziel ist,
bewusst zu übertreiben, um den Körper daran zu gewöhnen, dass laut sprechen erlaubt ist.
Es darf sich ungewohnt anfühlen – das ist sogar gut.
Erst wenn Sie sich leicht „zu laut“ vorkommen, erreichen Sie Ihre natürliche Bühnenstärke.
3. Aus der Körpermitte sprechen, nicht aus dem Hals
Eine kräftige Stimme entsteht nicht im Hals, sondern im Körper. Atmen Sie tief in den Bauch, so, dass sich die Bauchdecke leicht nach außen wölbt.
Beim Sprechen
nutzen Sie den Atem als Träger Ihrer Worte, nicht die Kehle.
Übung:
Atmen Sie tief ein, dann beim Ausatmen sprechen:
„Heute spreche ich mit Klarheit und Stärke.“
Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Worte „aus dem Bauch kommen“, sind Sie auf dem richtigen Weg.
So entsteht Resonanz – und Ihre Stimme gewinnt an Tiefe und Präsenz.
4. Regelmäßig üben, bewusst anwenden
Trainieren Sie Ihre Lautstärke regelmäßig, am besten täglich zwei Minuten. Je öfter Sie bewusst lauter sprechen, desto natürlicher wird es.
Mit der Zeit verschiebt sich Ihr
Stimm-Gleichgewicht:
Ihr neues „Normal“ wird klarer, stärker und selbstsicherer klingen.
Übungsidee:
Zählen Sie morgens beim Zähneputzen von 1 bis 10. Oder lesen Sie beim Autofahren laut ein paar Zeilen – mit Betonung und Energie.
Wirkung entsteht durch Wiederholung.
Laut sprechen heißt präsent sein
Eine kräftige Stimme ist kein Zeichen von Dominanz, sondern von
Selbstvertrauen und Klarheit.
Wer mit hörbarer Stimme spricht, wirkt sicherer, überzeugender und authentischer. Denn Ihre Stimme ist Ihr wichtigstes Instrument, um Kompetenz und Wirkung zu transportieren.
Wenn Sie lernen möchten, wie Sie Ihre Stimme gezielt einsetzen, souverän sprechen und auf jeder Bühne Wirkung entfalten,
dann entdecken Sie meine
Trainings für Stimme, Wirkung und Präsenz.


